SARDOT bezeichnet einen vorbereiteten geografischen Bezugspunkt für die Positionsmeldung isolierten Personals an Rückführungskräfte. Im amerikanischen militärischen Sprachgebrauch heißt er Search and Rescue Point; daneben wird Search and Rescue DOT verwendet. Der gemeinsame Punkt ermöglicht eine relative Ortsangabe mit Richtung und Entfernung.
Ein gemeinsamer Punkt für die Positionsmeldung
Die isolierte Person bestimmt ihre Lage zum vorgegebenen SARDOT und übermittelt die vereinbarten Richtungs- und Entfernungsangaben. Die empfangenden Kräfte ordnen diese Angaben demselben Punkt zu und gewinnen daraus die gemeldete Position.
Die beiden Seiten müssen diesen Bezug bereits kennen. Wer den Punkt und das Meldeverfahren kennt, kann dieselben Angaben ebenfalls räumlich auswerten; die geschützte Weitergabe der Referenz gehört deshalb zur Vorbereitung.
Punkt, Richtung und Einheit müssen zusammenpassen
Im US-Army-PR-System verbreitet die Personnel Recovery Coordination Cell die SARDOT-Angaben über PR-Koordinierungsnachrichten. Dazu gehören die Lage des Bezugspunkts, Koordinatenformat und geodätisches Bezugssystem sowie die Form der Richtungs- und Entfernungsangaben. Sender und Empfänger verwenden denselben Punkt, denselben Richtungsbezug und dieselbe Entfernungseinheit.
Zur Richtungsangabe gehört auch, von welchem Ende der Verbindung aus sie gilt. Werden die Richtung von der Person zum Bezugspunkt und die Gegenrichtung verwechselt, liegt die rekonstruierte Position auf der falschen Seite. Eine anders verstandene Entfernungseinheit verändert den Abstand. Wird ein anderer SARDOT zugrunde gelegt, verschiebt sich die gesamte Positionszuordnung, selbst wenn die übermittelten Zahlen fehlerfrei angekommen sind.
Geografischer Bezug und Zahlencodierung
SARNEG erfüllt eine andere Aufgabe: Es ersetzt Ziffern durch zuvor zugeordnete Buchstaben. SARDOT liefert dagegen den geografischen Bezug für die Ortsmeldung.
Position und Identität des Kontakts
Die Positionsmeldung hilft den Rückführungskräften, den Aufenthaltsort einzuordnen. Zusätzlich prüfen sie, ob der Kontakt zur gesuchten Person gehört. Dafür werden Authentifizierungsinformationen und -verfahren vorbereitet, unter anderem mithilfe des ISOPREP.