Combat Survival bezeichnet militärisches Überleben unter gegnerischer Bedrohung. Der Begriff verbindet den Erhalt der körperlichen Handlungsfähigkeit mit dem Vermeiden von Gefangennahme und der Rückkehr zu eigenen Kräften. Eine solche Lage kann nach einer erzwungenen Landung oder der Trennung von der eigenen Einheit entstehen und sowohl Einzelne als auch Gruppen betreffen.
Was die gegnerische Bedrohung verändert
Wetterschutz, die Versorgung mit Wasser und Nahrung sowie Orientierung bleiben Überlebensaufgaben. Hinzu kommt die Gefahr, dass Versorgung, Bewegung oder Kontaktaufnahme den eigenen Standort verraten. Ein Feuer kann beispielsweise wärmen, zugleich aber durch Licht und Rauch Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Verhältnis zu SERE
Combat Survival und SERE überschneiden sich. Combat Survival betont die militärische Überlebenslage unter Bedrohung. SERE benennt die zusammengehörigen Bereiche Survival, Evasion, Resistance und Escape beziehungsweise Extraction. Ein Combat-Survival-Lehrgang kann deshalb auch Verhalten nach Gefangennahme und Widerstand gegen gegnerische Ausnutzung einschließen.
| Beispiel | Militärische Verwendung |
|---|---|
| Großbritannien | Der historische Aircrew Combat Survival Course, ACSC, enthielt ausdrücklich Conduct After Capture, CAC: Vorbereitung auf Verhalten nach Gefangennahme. |
| Australien | Die Combat Survival Training School führt einen Aircrew-SERE-Kurs durch. Zu dessen Inhalten gehören Ausweichen, Widerstand gegen Befragung und Ausnutzung sowie Escape. Er schließt mit einem Evasion- und Gefangennahmeszenario. |
Begriff und Lehrgangsname
Der Ausdruck kann ein Fachgebiet, einen Lehrgang oder den Schwerpunkt einer Ausbildungseinrichtung bezeichnen. Die Bezeichnung Combat Survival legt keine bestimmte SERE-Stufe A, B oder C fest. Dafür sind der jeweilige nationale Ausbildungsauftrag und das zugehörige Risikoprofil maßgeblich.