
Der E-3-J war ein persönlicher Überlebens- und Fluchtsatz aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Ein erhaltenes Exemplar im Australian War Memorial besteht aus einer Gürteltasche aus Baumwoll-Canvas und einer goldfarbenen Blechdose. Darin liegen medizinische Mittel, Wasseraufbereitungstabletten, eine kleine Nahrungsreserve, Werkzeug, Angelgerät, Kompass und Streichhölzer, ein Signalspiegel sowie mehrere Anleitungen. Ein malaiisches Sprachheft verbindet diese allgemeine Notausrüstung mit dem vorgesehenen Einsatzraum.
Gürteltasche, Blechdose und dokumentierter Inhalt
Die Canvas-Tasche besitzt auf der Rückseite eine Gürtelschlaufe und wird vorn mit zwei Druckknöpfen geschlossen. In ihr sitzt die Blechdose mit den einzeln verpackten Bestandteilen. Über die Gürtelschlaufe blieb der Satz unabhängig von einem Rucksack oder einem fest im Flugzeug eingebauten Behälter an der Person.
Zum dokumentierten Inhalt gehören eine D-Ration aus Schokolade, Halazone-Tabletten zur damaligen Wasseraufbereitung, ein faltbarer Wasserbeutel, ein kombinierter wasserdichter Streichholzbehälter mit Kompass, Angelschnur und Haken, Sicherheitsnadeln, Schleifstein, Metallsägeblatt, Signalspiegel sowie Nadel und Faden. Inhaltsliste, Gebrauchsanweisungen und ein Survival-Hinweisheft ergänzen die Gegenstände.
Wasser, Feuer, Nahrung und Orientierung
Der E-3-J kombinierte einen faltbaren Wasserbeutel mit Halazone-Tabletten zur damaligen chemischen Wasseraufbereitung. Streichhölzer und Kompass saßen in einem gemeinsamen wasserdichten Behälter. Als Nahrungsreserve diente eine D-Ration aus Schokolade; hinzu kamen Angelschnur und Haken.
Medizinische Mittel nach dem Stand der 1940er Jahre
Der medizinische Teil umfasst Wundpflaster, Jodtupfer, Sulfonamidpräparate, Klebeband, Benzedrin und Morphin. Die Packungsbeschriftungen ordnen die Mittel unter anderem Wunden, Durchfall, starker Müdigkeit und sehr starken Schmerzen zu. Diese Zusammenstellung gehört in die Medizin und Einsatzvorstellungen der 1940er Jahre; sie ist keine Empfehlung für eine heutige Notfallausrüstung.
Das malaiische Sprachheft macht den regionalen Zweck sichtbar
Neben den Werkzeugen und Verbrauchsmitteln enthält das Exemplar ein „Malay Glossary for Airman“. Das Heft sollte einer abgeschossenen Flugzeugbesatzung einfache Verständigung im malaiischen Sprachraum ermöglichen. Es unterscheidet den E-3-J von einem rein allgemeinen Überlebenssatz und zeigt, dass MIS-X Material für bestimmte Einsatzräume zusammenstellte.
Zum Satz gehörten außerdem eine Inhaltsliste, zwei Gebrauchsanweisungen und ein Survival-Hinweisheft. Diese Unterlagen sind im Museumsbestand als ursprüngliche Bestandteile verzeichnet.
Was die abgebildete MIS-X-Versandübersicht belegt
Die Abbildung auf dieser Seite zeigt nicht den E-3-J-Satz. Sie stammt aus einer MIS-X-Versandübersicht bis August 1943 und nennt die Typen E-3 und E-3A sowie Karten, Blood Chits, Signalspiegel und Pointie-Talkie-Hefte. Für E-3 und E-3A sind getrennte Stückzahlen für Europa und den Pazifik aufgeführt.
Der E-3-J erscheint in dieser Tabelle nicht als eigene Zeile. Die Übersicht belegt daher den Umfang der verwandten MIS-X-Ausgabe, aber keine Produktionszahl des hier beschriebenen Exemplars. Dass Karten, Sprachhilfen und Signalspiegel zusätzlich separat geführt werden, zeigt außerdem: Eine einzelne Dose war nur ein Teil der gesamten Escape-and-Evasion-Ausstattung.
Ein Aircrew-Satz mit australischer Provenienz
Das erhaltene Exemplar trägt die Sammlungsnummer REL31567. Es gehörte später dem australischen Offizier Austin Yeats Ellerman, der 1942 in Singapur in japanische Gefangenschaft geriet und an der Thailand-Burma-Eisenbahn eingesetzt wurde. Den E-3-J erhielt er jedoch erst nach Kriegsende von der Besatzung eines Catalina-Flugbootes.
Die Provenienz belegt deshalb nicht, dass Ellerman mit diesem Satz aus einem Lager floh oder während seiner Gefangenschaft versorgt wurde. Sie verbindet einen für Flugzeugbesatzungen zusammengestellten Satz mit seinem späteren australischen Besitzer und bewahrt ein konkretes Beispiel der regionalen MIS-X-Ausrüstung.