Tracking bezeichnet das Gewinnen von Bewegungsinformation aus hinterlassenen Spuren und das Nachvollziehen ihres Verlaufs. Bei der Suche nach isoliertem Personal liefern Spuren Hinweise auf eine Passage. Für die Evasion ist diese Auswertung relevant, weil auch die eigene Bewegung Informationen für Suchende hinterlässt.
Spuren im Gelände
Gibt der Untergrund unter Belastung nach, bildet ein Abdruck den Kontakt einer Sohle ab. Auf Fels kann eine Passage durch Moosabrieb oder die veränderte Lage kleiner Steine sichtbar werden.
An Dornen zurückgebliebene Kleiderfasern kennzeichnen den Kontakt zwischen Stoff und Vegetation. Gebogene Zweige und niedergetretenes Gras werden im US-Dschungelkontext auch als Richtungshinweise ausgewertet: Ihre Ausrichtung kann zum Nachvollziehen der Bewegung beitragen.
Materialtransfer und Spurzusammenhang
Übertragener Schlamm an der Ufervegetation und Nässe am Austrittspunkt können den Übergang vom Wasser auf Land markieren, weil Material beziehungsweise Feuchtigkeit mit der Passage in eine andere Umgebung gelangt. Aus der Lage mehrerer solcher Kontaktstellen lässt sich ein möglicher Bewegungsverlauf ableiten.
Sichtspuren und Geruchsinformation
Im US-Begriffsgebrauch wertet Visual Tracking materielle Zeichen aus, die durch Druck, Kontakt oder Übertragung entstanden sind. Scent Tracking nutzt dagegen die Gerüche, die eine Person abgibt.
Bedeutung für die Evasion
Ein ausgeprägter Zugangspfad zu einem Versteck kann einem Spurensucher den Verlauf einer Fährte bis zum Aufenthaltsort zeigen. Countertracking richtet sich auf die dafür nutzbaren eigenen Hinweise: Es verschleiert sie oder lenkt ihre Deutung durch falsche Spuren ab.